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Luther’s brief aan Senfl (1530)

In volle kerkelijke en wereldlijke crisis correspondeerde Luther vrolijk met Ludwig Senfl (hofcomponist in München: NB: Bayern zat in het kamp van de keizer-paus). De enige brief die we uit die briefwisseling kennen is gedateerd 4 oktober 1530, d.w.z. na afloop van de Rijksdag van Augsburg, en aan de vooravond van de terugkeer van de Lutherse delegatie naar Wittenberg. Luther vraagt Senfl om een polyfone zetting van het avondgebed uit Psalm 4 (vers 9): In pace in idipsum dormiam. De brief werd bezorgd door bemiddeling van Hiëronymus Baumgärtner, vurig Lutheraan, tevens lid van de stadsraad van Nürnberg en als onderhandelaar op de Rijksdag aanwezig. Trouwens: ook Senfl zelf moet daar - minstens aan het begin - geweest zijn. Zijn motet 'Ecce quam bonum' is er uitgevoerd toen de keizer arriveerde (heel passend: ' Zie toch hoe goed en lieflijk is het als broeders van hetzelfde huis eendrachtig samen wonen' - Ps. 133).1

Luthers verzoek is niet in dovemansoren gevallen. Hij heeft ontvangen wat hij gevraagd heeft. Dat weten we omdat kort hierna (1 januari 1531) Luther aan dezelfde Baumgärtner vraagt om Senfl een doos (Latijn: theca) met enkele van zijn geschriften (cum aliquot libellis) aan Senfl te laten bezorgen als teken van zijn dankbaarheid. In de brief weerklinkt ook Luther's hoge theologische waardering voor de muziek door. Het is de eerste van het quadrivium (= de vier kunsten of wetenschappen) en door God zelf uitverkoren als verkondigingsmiddel bij uitstek (Hij denkt hier aan de Psalmen, die volgens Luther's opvatting 'Christus verkondigen'. David was een profeet, vond hij). Luther betoont zich hier een dankbare erfgenaam van de oude kerk (Augustinus, Boëthius) en haar filosofie. Muziek is hoofdvak, nooit bijzaak. In zijn opzet voor het schoolcurriculum blijkt dit trouwens ook.

Naast het motet op de antifoon In pace in idipsum (lang verloren gewaand, maar als anoniem werk teruggevonden en met aan zekerheid grenzende waarschijnlijkheid door Ole Kongsted aan Senfl toegewezen - zie onder) stuurde Senfl een motet op Luther's lijfspreuk: non moriar sed vivam... : 'Ik zal niet sterven maar leven en de werken des Heren verkondigen' - Psalm 118, 17). Had Senfl Luthers heel persoonlijk commentaar op Psalm 118, Das schöne confitemini (Wittenberg, 1530) gelezen en wilde hij Luther bemoedigen? Volgens de overlevering (NB: postuum, dus pas op!) had Luther deze tekst op de muur van zijn kamer in de Coburg geschilderd/geschilderd, volgens sommigen zelfs met muzieknoten.

[de brief in Latijn, Engels en Duits onder de muziekuitvoering]

UItvoering van Senfl's motet (4vv) In pace inidipsum door de contra-tenor Franz Vitzthum.
Hij zingt de 'cantus' (hoogste stem) terwijl de luit de overige stemmen van het motet speelt, iets wat Luther ook gedaan zou kunnen hebben ('intavoleren').
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Latijn (originele tekst)

Weimarer Aufgabe (WA), Briefe, Bd. 5

Gratiam et pacem in Christo. Quamvis nomen meum sit invisum, adeo ut vereri cogar, ne satis tuto recipiantur  a te et legantur, optime Ludovice, quas mitto literas: vicit tamen hanc formidinem amor musicae, qua te video ornatum et donatum a Deo meo. Qui amor spem quoque facit, fore ut nihil periculi sint tibi allaturae literae meae: quis enim vel in Turcia 2 vituperet, si amet artem et laudet artificem ? Ego sane ipsos tuos Duces Bavariae, ut maxime mihi parum propitii sint, vehementer tamen laudo et colo prae caeteris, quod musicam ita fovent et  honorant. Neque dubium est, multa semina bonarum virtutum in his animis esse, qui musica afficiuntur: qui vero non afficiuntur, truncis et lapidibus  arbitror simillimos esse. Scimus enim musicen daemonibus etiam imvisam et intolerabilem esse.
Et plane judico, nec pudet asserere, post theologiam esse nullam artem, quae musicae possit aequari, cum ipsa sola post theologiam id praestet, quod alioqui sola theologia praestat, scilicet quietem et animum laetum, manifesto argumento, quod Diabolus, curarum tristium et turbarum inquietarum autor, ad vocem musicae paene similiter fugiat, sicut fugit ad verbum theologiae. Hinc factum est, ut prophetae nulla sic arte sint usi ut musica, dum suam theologiam non in geometriam, non in arithmeticam, non im astronomiam, sed in musicam digesserunt, ut theologiam et musicam haberent conjunctissimas, veritatem psalmis et canticis dicentes.
Sed quid ego musicen nunc laudo, in tam angusta chartula tantam rem pingere, vel potius foedare conatus? Sed abundat et ebullit sic affectus meus in illam, quae me saepius refrigeravit et magnis molestiis liberavit.
Ad te redeo et oro, si quid habes exemplar istius cantici: In pace in id ipsum, mihi transcribi et mitti cures. Tenor enim iste a juventute me delectavit, et nunc multo magis, postquam et verba intelligo. Non enim vidi eam antiphonam vocibus pluribus compositam. Nolo autem te gravare componendi labore, sed praesumo te habere aliunde compositam.
Spero sane, finem vitae meae instare, et mundus me odit, nec ferre potest: ego rursus mundum fastidio et detestor: tollat itaque animam meam pastor optimus et fidelis. Idcirco hanc antiphonam jam coepi cantillare, et compositam cupio audire. Quod si non habes, aut non nosti, mitto hic suis notis pictam, quam vel post mortem meam, si voles, componere potes. Dominus Jesus sit tecum in aeternum, Amen.
Parce temeritati et verbositati meae. Saluta mihi totum chorum musicae tuae reverenter.
Ex Coburgo, 4. Octobris, MDXXX.

Dit zal de melodie zijn die Luther voor Senfl heeft opgeschreven: de antiphoon/respons voor het avondgebed: "In vrede zal ik aanstonds inslapen en rusten." Het vers is: "Als mijn ogen slaperig worden en mijn oogleden beginnen te sluimeren." (resp. Psalm 4,9 / Psalm 131,4). Psalm 131 wordt hier een beetje eigenzinnig ingezet, maar dit terzijde.

Deutsche Übersetzung

(composite)

Gnade und Frieden in Christo! Obwohl mein Name so verhasst ist, dass ich fürchten muss, dass Du diesen Brief nicht ganz sicher empfangen und lesen kannst, bester Ludwig, so hat doch die Liebe zur Musik, mit der ich Dich geziert und begabt sehe von meinem Gott, diese Furcht besiegt. Diese Liebe hat mir auch Hoffnung gemacht, dass Dir mein Brief keine Gefahr bringen wird. Denn wer soltte selbst unter den Türken jemanden tadeln, wenn er die Kunst liebt und den Künstler lobt? Ich aber lobe sogar Deine Herzöge von Bayern sehr, so wenig sie mir auch geneigt sind, und acht sie vor anderen, weil sie die Musik so pflegen und ehren. Und so ist es kein Zweifel: Viele Samen guter Eigenschaften stecken in den Gemütern, die von der Musik ergriffen werden; die aber nicht von ihr ergriffen werden, sind, denke ich, Stümpfen und Steinen gleich. Denn wir wissen, dass die Musik auch den Dämonen verhasst und unerträglich ist.
Und ich urteile rundheraus und scheue mich nicht zu behaupten, daß es nach der Theologie keine Kunst gibt, die der Musik gleichgestellt werden könnte. Sie allein bringt nach der Theologie das zuwege, nämlich ein ruhiges und fröhliches Herz. Dafür ist ein klarer Beweis, daß der Teufel, der Urheber trauriger Sorgen und beängstigender Unruhen, beim Klang der Musik fast genauso wie beim Wort der Theologie flieht. Daher kam es, daß die Propheten sich keiner Kunst so bedient haben wie der Musik. Sie haben eben ihre Theologie nicht in die Geometrie, nicht in die Arithmetik, nicht in die Astronomie gefaßt, sondern in die Musik, so daß sie die Theologie und die Musik eng miteinander verbanden und die Wahrheit in Psalmen und Liedern verkündigten
Aber was lobe ich jetzt die Musik und versuche, eine so große Sache auf einem so kleinen Stück Papier abzumalen oder vielmehr zu veranstalten? Doch meine Liebe zur Musik, die mich öfters erquickt und von großer Seelenpein befreit hat, ist über die Maßen groß und sprudelt so heraus.
Ich komme zu Dir zurück und bitte: wenn Du ein Exemplar dieses Gesanges hast In pace in idipsum,  laß es mir bitte abschreiben und senden. Denn diese Tenor  hat mich von Jugend auf erfeut und jetzt noch viel mehr, nachdem ich auch die Worte verstehe. Denn ich habe diese Antiphon nie mehrstimmig gesetzt gesehen. Ich will Dir aber nicht mit der Arbeit zur Last fallen, sie zu komponieren, sondern vermute, daß Du sie anderswoher (bereits) komponiert (vorzuliegen) hast.
Ich hoffe in der Tat, daß mein Lebensende nahe ist. Die Welt haßt mich und kann mich nicht leiden; ich habe umgekehrt Ekel vor der Welt und verabscheue sie. Daher möge der beste und getreue Hirte  meine Seele zu sich nehmen.  Deshalb habe ich bereits angefangen, diese Antiphon zu singen und möchte sie gern komponiert  hören. Wenn Du sie nicht hast oder nicht kennst, so schicke ich sie hier mit ihren Noten (für den Tenor) geschrieben, die Du, wenn Du willst, und sei es nach meinem Tode, komponieren kannst. Der Herr Jesus sei mit Dir in Ewigkeit, Amen.
Verzeihe meine Kühnheit (Vermessenheit) und meine Weitschweifigkeit. Grüße mir den ganzen Chorus Deiner Musik ehrerbietig.
Aus Coburg, am 4. Oktober 1530.


English translation

slightly adapted from the translation by Walter E. Buszin, 1946

Grace and peace in Christ! Although my name is so thoroughly hated and despised, dear Ludwig, that I must fear you will receive and read my letter hardly with safety, my love for music, with which I perceive God has adorned and talented you, has conquered all my fears. My love for music leads me also to hope that my letter will not endanger you in any way, for who, even in Turkey, would find fault with anyone who loves music and praises the artist? I, at least, love your Bavarian dukes, even though they certainly dislike me. I honor them above all others because they cultivate and honor music. There are, without doubt, in the human heart many seed-grains of precious virtue which are stirred up by music. All those with whom this is not the case I regard as stupid blockheads and senseless stones. For we know that to the devils music is something altogether hateful and unbearable.
I am not ashamed to confess publicly that next to theology there is no art (science) which is the equal of music, for she alone, after theology, can do what otherwise only theology can accomplish, namely, quiet and cheer up the soul of man, which is clear evidence that the devil, the originator of depressing worries and troubled thoughts, flees from the voice of music just as he flees from the words of theology. For this very reason the prophets cultivated no art so much as music in that they attached their theology not to geometry, nor to arithmetic, nor to astronomy, but to music, speaking the truth through psalms and hymns.
But how poorly am I now praising music, attempting, as I do, to paint, yet perhaps only disfiguring, on so small a leaf as this a matter so great? Still, my heart overflows with fondness for music, which has refreshed me so often and freed me from great burdens.
I return to you with the request that, should you possess a copy of the Antiphone 'In Pace in idipsum' (I Lie and Sleep Enwrapped by Peace, Ps. 4,9), you have it copied out and sent to me. For this Antiphone has refreshed me since the days of my youth and does so now more than ever before, since now I understand the words also. I have not as yet seen a polyphonic setting of this song. However, I do not desire to burden you with the task of preparing such a setting, but take for granted that you have already composed one for some occasion. I hope that the end of my life is near, for the world hates me and does not care to tolerate me any longer; on the other hand, I have had my fill of this world and despise it. Therefore, may my good and faithful Shepherd take my soul out of this world. For this very reason I am singing this Antiphone oftener and should like to hear a many-voiced setting of it. Should you not possess it, or know it, I send you the notes as well, and if it be your desire, you may then prepare a setting after I have died. The Lord Jesus be with you into eternity. Amen.
Pardon my boldness and verbosity. Extend to your entire chorus my respectful greeting.
From Coburg, October, the 4th

What happened next?

Grantley McDonald, writing about Senfl and the 'humanist habitat' (also Lutheran-sympathetic, but not openly) in Munich summarises:3

On 1 January 1531, a mere three weeks after the first pair of letters, Luther wrote to Baumgärtner again, asking him to pass on to Senfl a box containing a letter and some books, “as a token of my gratitude” (in signum gratitudinis meæ), presumably for music that Senfl had sent in compliance with Luther’s agitated request.

There is further evidence that Baumgärtner continued to act as intermediary between Senfl and the Lutheran world outside Bavaria. On 18 April 1533, Veit Dietrich reported to Baumgärtner from Wittenberg that Senfl had promised to send Luther the Missa Nisi dominus, but had not yet done so; Dietrich therefore asked Baumgärtner to remind Senfl to honour this promise.

This contact was certainly public knowledge after 1554, when David Köler reprinted Luther’s letter (in [a free, DW] German translation) in the preface of his Zehen Psalmen Davids. Köler also tells us that Senfl sent not only a setting of the text requested by Luther (In pace in idipsum) but also a setting of the psalm-verse Non moriar sed vivam, “by which he wanted to show that God wanted to preserve him for his church, so that he might continue to spread his holy word and bring it to public view.”
This story was also told by the theologian Johann Mathesius, who wrote in the ninth of his sermons on the life of Luther (first published in 1566): My good friend Senfl, who sent me many lovely psalms through the pastor of Bruck, happily acceded to Luther’s request and sent him the beautiful motets, Non moriar, and the responsory In pace in idipsum.

By 1569, when the letter was again reprinted in the preface to a collection of motets by Matthias Gastritz, this time in Latin, the story had become a firm part of the aura surrounding the relationship between Senfl and Luther.

  1. "Mein gut Freund Senfli, der mir durch den Pfarrner zu Bruck vil lieblicher Psalm zugeschicket, wilfaret mit Freuden Doctor Luthern, unnd schickt im die schöne muteten: das Non moriar, unnd Respons: in pace in idipsum, daran, und an seinem künstlichen: Ecce quam bonum, welches er dem Reichstag, als der Keyser ankam, zur vermanung ließ aufgehen, hat mich unnd meine mitsinger neben seinem: Nunc dimittis, offtmals von hertzen erfrewet. Johannes Mathesius: Historien Von des Ehrwirdigen in Gott Seligen thewren Manns Gottes Doctoris Martini Luthers..., Nürnberg 1566, fol. 106v. 
  2. variant: Turca
  3. 'The Metrical Harmoniæ of Wolfgang Gräfinger and Ludwig Senfl' in SENFL-STUDIEN I, eds. Stefan Gasch, Birgit Lodes und Sonja Tröster, 2012, pp. 94-95

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